Biologische Vielfalt
Die kuppige Landschaft im Bereich des Winderatter Sees und im weiteren Verlauf der westlich fließenden Kielstau zeigt eine große naturräumliche Vielfalt auf relativ kleinem Raum: Der See mit seinen Verlandungs- und Ufersäumen, die Bachaue der Kielstau mit größeren Beständen an Röhrichten, Seggenwiesen, Grauweiden und Niedermoorflächen, größtenteils von der Beweidung ausgenommene Knicks, einige  mit alten Eichen und Buchen, Weißdorngebüsch, Kleingewässer und alte Mergelkuhlen, Talhänge mit Sickerquellen,  Bauernwälder, Wiesen, Weiden und Ackerflächen.     

Seit 1989 hat die Stiftung Naturschutz des Landes Schleswig-Holstein den größten Teil des Sees und umliegende Flächen auch im Bereich der Kielstau erworben, um das Gebiet satzungsgemäß für den Naturschutz zu erhalten und zu entwickeln.  Die zum See hängigen Flächen in der hügeligen Moränenlandschaft wurden vormals als Acker genutzt. Nährstoffeinträge in die Gewässer können nun dauerhaft reduziert werden. Teile des Stiftungslandes, vor allem auf Niedermoorböden im Verlauf der Kielstau, bleiben zur natürlichen Entwicklung sich selbst überlassen. Im westlichen Bereich des Areals wurde die Moorau im Jahr 2000 als frei fließender Bach naturnah ausgebaut, so dass nach Aufhebung einer Verrohrung eine wirksame  biologische Nachklärung der von Husby und Markerup zur Kielstau fließenden Vorflut erfolgen kann und zugleich der Wasserflora und  –fauna Raum gewährt wird. Im südlichen Teil des Stiftungslandes sorgen Schottische Hochlandrinder und im nördlichen Bereich Galloways durch ganzjährige Beweidung  für die Entwicklung einer Halboffenen Weidelandschaft. Über 70  Kleingewässer, großenteils im Jahr 2006 wiederhergestellt, saniert oder auch neu angelegt, schaffen vielfältigen Lebensraum für Amphibien und Wasservögel.